Das Konzept
"Speicherviertel Hansestadt Lüneburg"
Erläuterungen des Planungskonzepts:
Leitidee:
Mit der geplanten Konversion der Schlieffen-Kaserne besteht die Chance, den Lüneburger Osten
neu und nachhaltig zu entwickeln.
Der Stadtteil kann durch eine stärkere Verbindung zur
historischen Kernstadt an Bedeutung gewinnen und damit der Rückseitencharakter der Stadtviertel
hinter dem Bahnhof aufgehoben werden.
Dies gilt insbesondere auch für das Gelände der ehemaligen Standortverwaltung (STOV), welches
sich zwischen dem vorgenannten, großen Areal des ehemaligen Kasernengeländes und der
Eisenbahnnebenstrecke Lüneburg-Bleckede an der Rabensteinstraße/Meisterweg befindet.
Dieses
Gebiet stand bisher nicht im Focus der vorgenannten Planung.
Es wird insbesondere geprägt durch die vier großen ehemaligen Kornspeichergebäude, die weithin sichtbar sind und
überwiegend auch Rampen mit Gleisanschluss besitzen.
Weiterhin sind die zwischen den
Gebäuden befindlichen Grün- und Verkehrsachsen (mit Naturstein gepflasterte Verkehrsflächen
mit darin eingelassenen Eisenbahngleisen) prägend.
Längs des Meisterweges befinden sich Kleingärten, die zum Gelände der ehemaligen
Standortverwaltung durch eine nord/süd-verlaufende Geländezäsur mit entsprechender
Böschungskante räumlich abgetrennt sind.
Der Höhenunterschied beträgt im Süden ca.
5,70 m
und fällt dann gleichmäßig nach Norden hin auf Null ab.
Das überwiegend ebene Gelände der Standortverwaltung hat sich sozusagen nach Südosten hin in die Hanglage hineingegraben.
Die beiden südlichen Gebäude an der Rabensteinstraße (Verwaltungsgebäude und Garagen)
werden derzeit noch durch die Bundespolizei (BGS) genutzt.
Ansonsten hat sich In Teilen des
Gebiets mittlerweile eine unterschiedliche Nutzung durch z.B. Autoreparaturwerkstätten,
Fuhrunternehmen (Touristen-Kutschen), Gartenmarkt, Möbellager, Musiker, Künstler etc.
entwickelt.
Erhebliche Bereiche der vorhandenen Gebäude und Flächen liegen allerdings brach.
Das Gebiet besitzt aufgrund der vorhandenen Strukturen einen eigenständigen Charakter und
darüberhinaus einen großen Charme.
Deswegen sind wir der Auffassung, dass sich der Erhalt und
eine nachhaltige Weiternutzung z.B. als Mischgebiet (Nutzungen siehe Plan) lohnen und haben
unsere Planung als „Speicherviertel Lüneburg“ tituliert.
Ziel der vorliegenden Planung ist es, ein ganzheitliches Konzept für diesen Bereich zu entwickeln
für eine nachhaltige künftige Nutzung des Gebiets unter weitgehender Beibehaltung der
vorhandenen Bausubstanz, insbesondere der großen und das Gebiet besonders prägenden
Speichergebäude und der südlich daran angrenzenden Gebäude (Gebäude der früheren Bäckerei
mit Schornstein und Bürogebäude der Bundespolizei) sowie der vorhandenen Grün- und Verkehrsachsen.
Entsprechende Untersuchungen der Arbeitsgruppe haben ergeben, dass dies
möglich ist.
So liegen für die Kornspeicher nach gründlicher Bestandsaufnahme bereits fertige
Entwürfe mit Grundrissen, Schnitten und Ansichten, auch mit Alternativen, vor.
Dieses
Planungsgebiet bietet aufgrund der vorhandenen und einzigartigen Strukturen die große Chance,
ein eigenständiges, attraktives Viertel mit einem besonderen Charakter und viel Charme zu
entwickeln.
So soll auf dem Gelände der ehemaligen Standortverwaltung ein Stadtviertel mit urbanen
Strukturen durch eine typische Mischnutzung mit Wohnen und nicht störendem Gewerbe
(Dienstleistung, Handwerk, Einzelhandel, Büros) sowie Beherbergung und Gastronomie entstehen
Städtebau:
Aufnahme und Weiterentwicklung des vorhandenen orthogonalen Rasters, gebildet aus
erhaltenswerten Baukörpern, Verkehrsflächen, und Grünzügen.
Schaffung von urbanen Strukturen durch entsprechend hohe und verdichtete Bebauung.
Nutzung: Mischnutzung. Im südlichen Bereich Hotel, Veranstaltungszentrum mit Biergarten,
Büros, Dienstleistung, Geschäfte. Im westlichen Bereich nicht störendes Kleingewerbe, z.B.
Handwerksbetriebe. Ansonsten überwiegend Wohnnutzung, wobei Erdgeschoss und erstes
Obergeschoss der Speichergebäude auch Dienstleistungen, Büros, Praxen, Spielgruppen etc.
aufnehmen sollen.
Erhalt der vorhandenen Raumkanten und konsequente Weiterführung durch neue Gebäude
und Großgrün, dabei gewisse Auflösung des strengen Rasters nach Osten hin durch
Punkthäuser (3-geschossige Stadtvillen).
Integration der alten Bäckerei mit Schornstein in das Konzept, es liegt im zentralen südlichen
Eingangsbereich. Nutzung z.B. als Veranstaltungszentrum mit angegliedertem Kaffee- und
Biergarten.
Vorteile dieses Konzepts:
Entwicklung der verschiedenen Bereiche zeitlich und funktional unabhängig voneinander.
Abschnittsweise Realisierung gut möglich.
Einbindung an Planungen der Stadt bez. der Schlieffenkasernen-Konversion und der
ansonsten angrenzenden Gebiete.
Arbeitsgruppe:
Für dieses Projekt haben wir im Hinblick auf die Ganzheitlichkeit der Planung (Städtebau, Hochbau
etc.) bereits im Jahr 2005 eine Arbeitsgruppe gebildet, deren Mitglieder auf dem Plan genannt
sind. Dabei spielen insbesondere der von uns favorisierte Erhalt der prägenden, ehemaligen
Kornspeichergebäude und der alten Bäckerei sowie der vorhandenen nord/süd-verlaufenden
Grün- und Verkehrsachsen (Natursteinpflaster mit den darin eingelassenen Eisenbahnschienen)
eine wesentliche Rolle. Dieses Gebiet besitzt eine Eigenständigkeit und vor allem einen großen
Charme. Deswegen sind wir der Auffassung, dass sich der Erhalt und eine nachhaltige
Weiternutzung z.B. als Mischgebiet (Nutzungen siehe Plan) lohnen und haben unsere Planung als
„Speicherviertel Lüneburg“ tituliert.
Wir haben der Stadt Lüneburg (Stadtbaurätin und Oberbürgermeister) bereits Ende 2006 unsere
Planungen vorgestellt. Dabei haben wir erfahren, dass bereits damals wie aktuell andere
Nutzungsüberlegungen für einen großen Teil dieses Geländes bestehen (Stichwort: Lebenshilfe).
Ansprechpartner für das Projekt Speicherviertel ist der Unterzeichner.
Nachricht digital übermittelt, daher ohne Unterschrift
Oliver Barth
Wolfgang Stöhr
- Dipl.-Ing. Architekt + Stadtplaner -
Planungsbüro STÖHR
Stadtplanung + Dorfentwicklung
Chronologie des Projektes "Speicherviertel Hansestadt Lüneburg"
"Speicherviertel Hansestadt Lüneburg"
Kontakt:
Oliver Barth, Tel. 04131/269887, Email.: info(at)oliverbarth.de
Wolfgang Stöhr, Tel. 04131/2218464, Email.: info(at)wolfgangstoehr.de
Weitere Informationen über das „Speicherviertel der Hansestadt
Lüneburg“ und den wesentlichen bisherigen Werdegang:
Die Planung wurde von einer Arbeitsgruppe Lüneburger Architekten, Stadtplaner und
Finanzmakler seit September 2005 erarbeitet. Die Ergebnisse wurden der Hansestadt
Lüneburg im Dezember 2006 präsentiert.
In die Planungsphase von Anfang an eingebunden war die Bundesanstalt für
Immobilienaufgaben in Soltau (vormals Bundesvermögensamt Soltau), Herren Norbert Apelt
und Brunkhorst eng eingebunden. Sie haben uns auch die Originalbaupläne der historischen
Speichergebäude etc. überlassen im Hinblick auf eine sorgfältige Bestandsaufnahme und
Überplanung der Gebäude.
Chronologie (persönliche Gespräche der Planungsgruppe mit):
Datum mit wem und wo
15.12.2006 mit Hansestadt Lüneburg, im Baudezernat Neue Sülze 35 mit Stadtbaurätin
Frau Dipl.-Ing. Heike Gundermann. Wir haben sie informiert und die Planung
ausgehändigt, auch die erarbeiteten Hochbaupläne (Grundrisse, Ansichten);
teilgenommen haben neben unserer Planungsgruppe auch Frau Dipl.-Ing.
Kathrin Böhme und Herr Dipl.-Ing. Matthias Eberhard.
21.12.2006 mit Hansestadt Lüneburg, im Rathaus mit Herrn Oberbürgermeister Ulrich
Mädge; anwesend war auch die Stadtbaurätin Frau Gundermann. Wir haben
ausführlich informiert und die Planung erneut ausgehändigt
03.01.2007 im Planungsbüro im Westbahnhof mit der Lebenshilfe bzw. mit dem von der
Lebenshilfe mit deren dort geplanten Bauaufgaben beauftragten Architekten
Herrn Ralf Horn, Adendorf. Wir haben ihn ausführlich informiert und die
Planung ausgehändigt. Wir haben auch die Integration der Lebenshilfe in
unser Konzept und eine diesbezügliche Zusammenarbeit ausdrücklich
angeboten, was allerdings abgelehnt wurde.
Daraufhin haben wir wiederholt die Lebenshilfe um ein Gespräch gebeten.
Direkte Gespräche mit uns wurden seitens der Lebenshilfe jedoch abgelehnt
mit dem Verweis an die Stadt Lüneburg als Koordinatorin des Projekts für die
Anbahnung solcher Gespräche. Daraufhin haben wir natürlich versucht, über
die Stadt Lüneburg einen Kontakt zu schaffen, leider ohne Erfolg und
Resonanz.
11.01.2007 mit Kleingärtner-Bezirksverband, Bleckeder Landstr. 68, mit Vorsitzenden
Herr Hans-Heinrich Retelsdorf; (informiert und Pläne nebst Erläuterung
ausgehändigt). Den Grund für die Information bildet unsere Überplanung des
heutigen Kleingartenstreifens im Osten des Planungsgebiets längs des
Meisterweges, der sich im Eigentum des Landes Niedersachsen befindet.
24.04.2007 mit Firma BauBeCon Sanierungsträger GmbH, Bremen, Frau Dipl.-Ing.
Brigitte Vorwerk im Bürgerzentrum Kaltenmoor, Stephanusplatz 9 in
Lüneburg (informiert und Pläne nebst Erläuterung ausgehändigt);
beim Gespräch anwesend waren auch Herr Dipl.-Ing. André Novotny von der
Ingenieurgesellschaft für Bau- und Vermessungswesen Odermann & Krause,
Lüneburg, und Herr Dipl.-Ing. Ostermeier, Landschaftsarchitekt aus
Langenhagen.
1.05.2007 - Heute -Wir haben wiederholt die Stadt Lüneburg als Koordinatorin des Projekts um ein Gespräch bemüht. Nach dem nix passiert war, haben wir die Presse im März 2008 eingeschaltet, verschiedenen Mitgliedern der Parteien im Sommer 2008, der IHK Lüneburg-Wolfsburg und die Handwerkskammer Lüneburg-Stade das Projekt vorgestellt. Fortsetzung folgt....
"Ein Gedanke zum Thema Investoren. Wir sind mit Investoren im Gespräch. Nur was soll ein Investor sich Gedanken machen, wenn wir nicht liefern können."
Lüneburg, den 04. Juli 2008
Nachricht digital übermittelt, daher ohne Unterschrift
(Oliver Barth) (Wolfgang Stöhr)
- Nachtrag - vom 1.Februar.2010 von Oliver Barth
Über die aktuellen Entwicklungen von diesem Projektes, können Sie sich in der Presse Sektion Informieren.
Wir freuen uns über den Verlauf dieses Vorhabens und hoffen auf eine erfolgreiche Umsetzung der Arbeiten.
Lageplan
Das Projekt Speicherviertel (Speicherquartier) von
Nico und Amando Esfandiary (Baubeginn 2010)
Das Konzept der Planung
Speicherquartier bei Tag
Speicherquartier bei Nacht
Eines der neben Gebäude die dort entstehen.
Hier geht es zu der Sparkasse Lüneburg Immobilien-Zentrum bei immobilienscout24.de
Dort können Sie die Grundrisse und Wohnungen erwerben. (Stand Juni 2010)
Link zu der Homepage von Architektenbüro Dipl.-Ing. Armando Esfandiary