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Speicherstadt Lüneburg besser Speicherviertel Lüneburg Infos unter www.oliverbarth.deCharmante Pläne für die STOV scheitern wohl am Geld
Lüneburg (mi). Was wird aus der ehemaligen Lüneburger
Standortverwaltung? Wie die Lünepost berichtete, sind die Gedankenspiele
um einige große Bau- und Standortwechsel-Vorhaben in vollem Gange,
darunter auch die Nutzungsplanungen für das Gelände am Meisterweg. So hat sich bereits vor über zwei Jahren eine Arbeitsgruppe um Diplom-Ingenieure, Architekten, Stadtplaner und Finanzmakler zusammengefunden, um ein Planungskonzept zu entwickeln. Diese Gruppe um Stadtplaner und Architekt Wolfgang Stöhr hat Pläne für ein neues „Speicherviertel Lüneburg“ entwickelt, „weil das Gebiet aufgrund der vorhandenen Strukturen einen eigenständigen Charakter und vor allem großen Charme besitzt“, so Stöhr. Die Planer wollen nicht wahrhaben, dass bereits alles fest verplant ist – und zwar ganz anders. So soll die Lebenshilfe eine Zusage erhalten haben, auf dem Gelände ihre neuen Werkstätten zu errichten. Oliver Barth aus der Arbeitsgruppe: „Ich kann nur hoffen, dass nicht alle Türen endgültig geschlossen sind und das nochmal eine sinnvolle und innovative Diskussion um die Neugestaltung des ehemaligen STOV-Geländes entfacht wird. Der Erhalt und eine nachhaltige Weiternutzung, z. B. als Mischgebiet aus Wohnen, ruhigerem Gewerbe und Gastronomie, würde ein richtig interessantes Viertel hervorbringen – ähnlich wie das szenige Schanzenviertel und die Speicherstadt in Hamburg, nur eben kleiner.“ Barths Arbeitsgruppe will bei der Nutzung des Gebiets weitestgehend die vorhandene Bausubstanz nutzen: „Vor allem die vier eindrucksvollen Kornspeichergebäude und das Gebäude der früheren Bäckerei mit Schornstein und das Bürogebäude der Bundespolizei sollten unbedingt erhalten bleiben.“ Den Speicherviertel-Initiatoren schwebt ein Stadtviertel mit urbanen
Strukturen in optimaler Lage vor – nämlich nur einen Steinwurf entfernt
vom Lüneburger Bahnhof. Doch die Projekt-Piloten befürchten, „dass die Speichergebäude der Abriss-Birne zum Opfer fallen könnten“. Und das wäre nicht nur aus ästhetischen Gründen, sondern auch kostentechnisch unsinnig, meint Barth: „Ein Plattmachen kostet allein schon mal rund 600000 Euro. Die entscheidende Frage lautet doch, was will die Stadt initialisieren? Das Schanzenviertel in Hamburg und die Hackeschen Höfe in Berlin als Trendsetter-Flecken könnten auch hier in einer Mini-Version entstehen. Damit würde Lüneburg um eine Facette reicher.“ Wäre da nicht die Befürchtung, dass die Lebenshilfe bereits die Zusage
seitens der Stadt erhalten habe, „exakt dort eine neue Heimat zu finden,
wo dieses Mischnutzungsviertel entstehen könnte“, so Stöhr und Barth. Der
Geschäftsführer der Lebenshilfe, Ernst-Albrecht von Moreau, sagt: „Wir
brauchen einen neuen Standort und warten ab, wie die Stadt als Eigentümer
entscheidet. Die Lebenshilfe will nicht in die Diskussion um dieses
Planungskonzept gezogen werden.“
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